LTE-Anbieter
LTE-Tarife: Vergleich (Stand: 02/2012)
| LTE- Anbieter | LTE-Tarif | Downstream | monatliche Grundgebühr | Einmalige Gebühr (Einrichtung, Hardware, Versand) | Bonus bei Vertrags-abschluss | effektive monatliche Gebühr* | Hier LTE- Verfügbarkeit unverbindlich prüfen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Vodafone | LTE Zuhause Telefon & Internet 3600 | bis zu 3.600 kbit/s | 32,49 € | 10,95 € | 32,49 € | 31,59 € | Zum LTE-Tarif |
| O2 | LTE für zuhause | bis zu 7.200 kbit/s | 39,90 € | 103,75 € | 300,00 € | 31,72 € | Zum LTE-Tarif |
| TELE2 | Web & Fon Premium | bis zu 7.200 kbit/s | 27,95 € | 9,95 € | 0,00 € | 28,36 € | Zum LTE-Tarif |
| Telekom | Call & Surf Comfort via Funk | bis zu 7.200 kbit/s | 39,95 € | 216,89 € | 47,94 € | 46,99 € | Zum LTE-Tarif |
| Vodafone | LTE Zuhause Telefon & Internet 7200 | bis zu 7.200 kbit/s | 42,49 € | 10,95 € | 42,49 € | 41,18 € | Zum LTE-Tarif |
| Vodafone | LTE Zuhause Telefon & Internet 21600 | bis zu 22.000 kbit/s | 52,49 € | 10,95 € | 52,49 € | 50,76 € | Zum LTE-Tarif |
| Vodafone | LTE Zuhause Telefon & Internet 50000 | bis zu 50.000 kbit/s | 72,49 € | 10,95 € | 72,49 € | 69,93 € | Zum LTE-Tarif |
| * bei 24 Monaten Laufzeit | |||||||
Die hier aufgeführten LTE-Tarife haben folgende Kriterien gemeinsam: Die für den Empfang erforderliche Hardware ist im Vertrag inbegriffen. Zudem beträgt die Mindestlaufzeit 24 Monate und beinhaltet eine Telefonflatrate. Die Tarife sind aufgrund der Neuheit dieses Mobilfunkstandards insgesamt noch nicht ausgereizt und bieten noch nicht die Bandbreiten, die mit LTE tatsächlich möglich wären.
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LTE
Das Jahr 2012 wird für LTE den Durchbruch auf dem Endgeräte-Markt bedeuten. Firmen wie Microsoft, Apple und Nokia planen die Veröffentlichung mehrerer LTE-Smartphones. Auch die Tarife werden sich grundsätzlich verändern. Bisher sind alle Tarife mit einer Drosselung versehen. Zwischen 5 und 10 GB ist Schluss mit dem schnellen LTE-Internet. 2012 werden die Tarife angepasst, und gegen Aufpreis sind dann Verträge ohne Drosselung möglich.
Noch gar nicht so lange ist es her – im Jahr 2011 – da bot der LTE-Markt in Deutschland ein für viele unerwartetes Bild. Angeboten wurden ausschließlich Tarife zur stationären Nutzung zuhause, die angekündigte Revolution des Mobilfunkmarkts ließ auf sich warten. Politisch war und ist diese Prioritätensetzung durchaus gewünscht: Die Bedingungen für die Versteigerung der Funkfrequenzen im Jahr 2010 sahen vor, dass LTE zunächst dazu genutzt werden musste, weiße Flecken auf der Breitbandlandkarte zu eliminieren. In vielen Bundesländern ist es bereits so weit, dass die Netzbetreiber in den großen Städten an LTE-Netzen arbeiten. O2 arbeitet an einem Netz in Berlin, Hamburg und im Ruhrgebiet – Vodafone in Düsseldorf und Berlin – die Deutsche Telekom in Köln.
Vodafone will weiter mit der Umrüstung seiner Basisstationen in den Großstädten fortfahren. Mittelfristig ist weiterhin die Aufrüstung aller Stationen geplant, dabei sollen aber vorrangig Regionen berücksichtigt werden, in denen sich viele Kunden als Interessenten registriert haben.
Nicht wesentlich anders sehen die Pläne der Telekom aus. Investitionen in Höhe von 10 Mrd. Euro sind zum Teil bereits in den Ausbau des LTE-Netzes geflossen. Auch hier stehen zunächst die Regionen im Vordergrund, die bislang breitbandtechnisch kaum erschlossen waren. Ein Schwerpunkt liegt auf den relativ dünn besiedelten Regionen im Osten Deutschlands. Da die Telekom eine Umstrukturierung des Konzerns begonnen hat, in der die Mobilfunk- und die Festnetzsparte zusammengeführt werden sollen, fügt sich LTE nahtlos in die neue Unternehmensstrategie ein.
Telefónica, die Konzernmutter von O2, schwankte lange zwischen einem Ausbau des UMTS-Netzes auf HSDPA+ und einer Umstellung auf LTE, die Entscheidung fiel jedoch zugunsten von LTE, und in München und Halle wurden erste LTE-Netze in Betrieb genommen.
E-Plus ging bei der Versteigerung der 800 MHz-Frequenzen im Mai 2010 leer aus. Das Unternehmen zog jedoch in Erwägung, LTE-Übertragungskapazitäten bei andern Anbietern zu mieten, um den eigenen Kunden ein entsprechendes Angebot machen zu können. E-Plus entschied sich für eigene Tests, und neben Mecklenburg-Vorpommern wurden auch einige ausgewählte Haushalte in Leipzig in die LTE-Tests miteinbezogen. E-Plus nutzt für die Tests alte Rundfunkfrequenzen.
Zu Beginn haben die großen Mobilfunkbetreiber Deutschlands tatsächlich auf die oben erwähnten 50 beziehungsweise 100 Mbit/s gesetzt. Genau wie bei UMTS wird auch diese Bandbreite unter den Nutzern eines Gebiets aufgeteilt. Angesichts der sehr hohen Grundbandbreite dürfte dies aber in den wenigsten Fällen zu langsam werden, der sogenannte „UMTS-Effekt“ wird also wahrscheinlich ausbleiben. Sollte es doch einmal eng werden, können schließlich noch die Bandbreiten angehoben werden – genug Luft nach oben ist vorhanden.
Im Mai 2010 fand die offizielle Frequenzversteigerung der LTE-Frequenzen durch die Bundesnetzagentur statt. Die vier großen Mobilfunkanbieter ersteigerten Frequenzen – E-Plus hielt sich im Gegensatz zur Telekom, Vodafone und O2 deutlich zurück. Bereits 2010 wollten alle Anbieter mit LTE an den Start gehen. Allerdings war von entsprechenden Angeboten noch wenig zu hören. Die Mobilfunkanbieter begannen mit dem LTE-Ausbau und stellten Funkmasten auf. Die vorhandene Infrastruktur machte es möglich, bestimmte Orte durch Aufrüstung schneller mit LTE anbinden zu können. Die Deutsche Telekom nahm ihren ersten LTE-Mast in Ostprignitz-Ruppin in Betrieb, Vodafone in Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern.
