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VDSL-Anbieter

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VDSL-Verfügbarkeit in Deutschland

VDSL bezeichnet die schnellste derzeit in Deutschland verfügbare DSL-Variante. Angeboten werden Anschlüsse mit bis zu 50 MBit pro Sekunde. Der Ausbau des VDSL-Netzes ist im vergangenen Jahr erheblich ins Stocken geraten. Grund dafür ist ein langwieriger Streit zwischen der Telekom und den Mitbewerbern über die Höhe der Netznutzungsentgelte. Im Kern ging es um die Frage, ob VDSL-Anschlüsse der Marktregulierung durch die Bundesnetzagentur unterliegen und die Telekom dieses Netz daher anderen Anbietern öffnen muss. Unklar war auch, welche Preise die Telekom dafür verlangen durfte. Damit fehlte die notwendige Investitionssicherheit, und die Telekom stoppte den VDSL-Ausbau weitgehend, nachdem sie 50 Städte und Ballungsräume erschlossen hatte. Das war genau die Anzahl von Regionen, deren Erschließung die Telekom zugesagt hatte. Ein weiterer Ausbau erfolgte allerdings noch im Rahmen vieler lokaler Projekte, bei denen sich unterschiedliche Partner an den Erschließungskosten beteiligten.

Ein neues Urteil bringt mehr Klarheit

Mit seinem Urteil vom 27.01.2010 hat das Bundesverwaltungsgericht diese Hängepartie beendet. Dieses Urteil fand auch Eingang in die Hauptnachrichtensendungen der Fernsehanstalten, allerdings in der sehr missverständlichen Kurzform, die Telekom habe einen Sieg errungen und müsse ihr VDSL-Netz nicht den Mitbewerbern zur Verfügung stellen. Das ist nur teilweise korrekt. Es geht um die Details: VDSL erfordert kürzere Entfernungen zwischen den Netzverteilern des Glasfasernetzes und den Anschlüssen der Endkunden als herkömmliches DSL. Daher hat die Telekom zwischen den Hauptverteilern und den Hausanschlüssen VDSL-fähige Vermittlungsstellen installiert, um auf diese Weise die Anschlüsse näher an die Endkunden heranzuführen. Das Urteil bezieht sich nun lediglich auf die von der Telekom verlegten Glasfaserkabel zwischen den Hauptverteilern und den Vermittlungsstellen. Diese muss die Telekom nicht den Wettbewerbern zur Verfügung stellen. Allerdings haben die Mitbewerber Anspruch auf Zugang zu den Hauptverteilern und den Vermittlungsstellen, sie müssen nur eigene Kabel zwischen beiden verlegen. Dazu muss ihnen auch Zugang zu bereits verlegten Leerrohren gewährt werden.

Vodafone kündigt großflächigen VDSL-Ausbau an

Damit herrschte Klarheit darüber, unter welchen Bedingungen andere Unternehmen eigene VDSL-Anschlüsse anbieten können. Vodafone reagierte darauf sehr schnell und kündigte bereits einen Tag nach der Urteilsverkündung an, noch in diesem Jahr weitere 750 Regionen mit VDSL-Anschlüssen zu versorgen. Bereits im Sommer 2010 sollen auf diese Weise 4 Mio. Kunden an das VDSL-Netz angebunden werden.

Versorgungslücken bleiben bestehen

Es wird dabei bleiben: Die Verfügbarkeit von VDSL wird auch künftig für jedes Haus einzeln geprüft werden müssen, da Anschlüsse nur im Umkreis von knapp einem Kilometer um eine VDSL-fähige Vermittlungsstelle angeboten werden können. Auf den Homepages der Provider (siehe VDSL-Anbietervergleich) kann ein entsprechender Test durchgeführt werden. Allgemeine Übersichtskarten helfen wenig, da auch in Städten, die bereits an das VDSL-Netz angeschlossen sind, noch Abdeckungslücken bestehen.

Aktuelle VDSL-Anbieter

Bis vor wenigen Monaten war die Deutsche Telekom der einzige Anbieter von VDSL-Anschlüssen und machte von dieser Monopolstellung auch ausgiebig Gebrauch, indem sie VDSL-Anschlüsse nur in Verbindung mit einem TV-Anschluss via Internet (IPTV) anbot. Diese zwangsweise Kopplung wurde allerdings sofort aufgegeben, als mit 1&1 ein zweiter Anbieter auf dem Markt erschien. Eine vergleichbare Anbietervielfalt wie bei den normalen DSL-Anschlüssen wird vermutlich noch länger auf sich warten lassen, aber immerhin ist mit Vodafone mittlerweile ein dritter Anbieter auf dem Markt vertreten.

VDSL

Die Abkürzung VDSL bedeutet "Very High Speed Digital Subscriber Line", weswegen manchmal auch die Bezeichnung VHDSL verwendet wird. VDSL erlaubt theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit pro Sekunde, angeboten wird in Deutschland bislang aber nur die Variante mit maximal 50 Mbit pro Sekunde. VDSL erfordert erhebliche Investitionen in das Glasfasernetz, weswegen die Deutsche Telekom diesen Ausbau bislang nur für 50 Ballungsräume vorgenommen hat. Die im DSL-Abschnitt erwähnte Problematik der Kupferkabel gilt auch bei VDSL.