Kabelverzweiger: Regionale Investitionen von 150 Mio. Euro in VDSL-Technologie | Breitband-Anbieter

Breitband-Anbieter-Neuigkeiten abonnieren Breitband-Anbieter-Neuigkeiten abonnieren

Direkt zum Preisvergleich

Geschwindigkeit, Kosten, Verfügbarkeit

Kabelverzweiger: Regionale Investitionen von 150 Mio. Euro in VDSL-Technologie

Anzeige

Auf dem Kommunalen Breitband Marktplatz präsentiert EWE TEL-Geschäftsführer Dirk Brameier die Fortschritte der Breitbandoffensive und gibt einen Einblick in die Zukunft des schnellen Internets im Nordwesten. „Seit 2009 haben wir bis Ende diesen Jahres rund 150 Mio. Euro in die Erschließung von über 4.000 Kabelverzweigern (KVz) investiert, mit denen wir gut 1.000.000 Breitbandanschlüsse bereitstellen können“, stellt Brameier in seinem Vortrag klar. Das Engagement von EWE für schnelle Internetanschlüsse in der Stadt und auf dem Land wird fortgesetzt. Brameier gibt in seinem Vortrag einen klaren Ausblick auf die Breitbandzukunft: „Wir arbeiten weiterhin an Möglichkeiten, die bestehende Infrastruktur zu verbessern und fordern auch beim NGA-Ausbau erweiterte Zugangsmöglichkeiten zum Teilnehmeranschlussbereich.“ EWE machte zudem den pragmatischen Vorschlag, das Umlegen von Leitungen zu erleichtern. Der Vorschlag greift das Problem auf, dass die Länge und Qualität der Teilnehmeranschlussleitung (TAL), die sich im Besitz der Telekom befindet, der wesentliche Faktor für die Internetgeschwindigkeit darstellt. Die Leitungsführung der TAL ist an vielen Stellen nicht mehr angemessen – meist historisch bedingt, weil das Netz der Telekom vor Jahrzehnten zur Telefonie-Übertragung und noch nicht für den großen Breitbandbedarf gebaut wurde. So gibt es heute Haushalte, die auf einen neuen, breitbandfähigen EWE TEL-Technikschrank schauen, aber deren Anschluss zu einem viel weiter entfernten Telekom-Schrank führt. Statt der möglichen 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) erhält der Kunde daher häufig nur Bandbreiten im Kilobit-Bereich. Das soll sich mit den Vorschlägen ändern. In einem stufenweisen Ausbau werden weitere Investitionen in Aussicht gestellt. „Wir investieren bedarfsorientiert und mit Augenmaß“, erläutert Brameier.

Kabelverzweiger sind die dem Kunden am nächsten gelegenen Knotenpunkte im Telekommunikationsnetz. In ihnen werden die Hausanschlussleitungen der einzelnen Kunden zusammengeführt und mit dem übergeordneten Netz verbunden. Es handelt sich dabei um Technikschränke an Straßen und Gehwegen. Bisher sind die Kabelverzweiger über Kupferleitungen mit dem restlichen Netz verbunden und auch die Hausanschlussleitungen sind aus Kupfer. Da bei diesem Material jedoch die Leistungsfähigkeit mit jedem Meter Länge abnimmt, ist ab einer Länge von rund fünf Kilometern zwischen Hauptverteiler und Kunde meist kein Breitband-Internet mehr realisierbar. Glasfaser hat diese Problematik nicht. Führt EWE TEL also das Glasfasernetz bis in die Kabelverzweiger und damit näher an die Kunden heran und installiert die notwendige Technik, können mehr Menschen Breitbandinternet erhalten und es erhöht sich die verfügbare DSL-Geschwindigkeit. Die Hausanschlussleitungen sind jedoch weiterhin aus Kupfer, sodass auch künftig die Länge und die Qualität dieser Kupferleitung entscheidend für die beim einzelnen Kunden verfügbare Bandbreite sind.

Die EWE TEL GmbH, eine Tochter des Energiedienstleisters EWE aus Oldenburg, hat bisher knapp 4.000 Netzknotenpunkte mit VDSL für Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s erschlossen. Davon können bis Ende 2014 rund 1.000.000 Anschlussadressen profitieren. Möglich wurde dieses Volumen durch eigene Investitionen des Unternehmens und wo nötig durch öffentliche Fördermittel. Brameier betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit auf allen Ebenen: „Mit einer Vielfalt an Lösungen kommen wir auch in ländlichen Gebieten ans Ziel. Bis Ende 2017 könnten ca. 1,6 Mio. Haushalte, überwiegend in ländlichen Regionen, allein schon durch EWE mit schnellem Internet versorgt werden. Hierzu benötigen wir Planungs- und Investitionssicherheit und kein Infragestellen der Zugangsmöglichkeiten zum Kabelverzweiger.“ Auf dem Kommunalen Breitband Marktplatz vernetzen sich kommunale Entscheidungsträger, Stadt- und Gemeindewerke sowie weitere Inhaber alternativer Infrastrukturen, wie Wasser- und Abwasserverbände mit Lösungsanbietern aus dem Telekommunikations- und Breitbandmarkt.

Weiterführende Links

05.06.2014
Quelle: EWE TEL GmbH, Corporate News Center