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Breitband-Ziele der Bundesregierung zu hoch angesetzt?

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Bereits im Jahr 2014 sollen 75 Prozent der deutschen Haushalte mit einem schnellen Internetzugang versorgt sein. Damit hat die Bundesregierung ein sportliches Ziel gesteckt – sagen zumindest die Telekommunikationsunternehmen in Deutschland.

Für unrealistisch hält dies vor allem der Chef der Deutschen Telekom, Niek Jan van Damme. Es sei nicht möglich, diesen Ausbau komplett zu finanzieren. Dabei handele es sich um Kosten in Höhe von 80 Milliarden Euro, die nicht zu stemmen seien.

Die Telekom zieht nun eine logische Konsequenz, um das hohe finanzielle Risiko des Breitband-Ausbaus nicht alleine tragen zu müssen: Das Unternehmen 1&1 Telecom GmbH soll Kontingente der Telekom nutzen, um seinen Kunden schnelle VDSL-Anschlüsse anbieten zu können. Im Gegenzug nutzt die Telekom Kontingente anderer Anbieter. Mit NetCologne steht der Telekommunikations-Riese derzeit noch in Verhandlungen zur gegenseitigen Nutzung der Datenleitungen.

Die neuen Glasfasernetze der Telekom stoßen auf große Resonanz. Aktuell sind Übertragungsgeschwindigkeiten von 200 Mbit/s möglich. In zwölf Städten steht das Angebot bisher zur Verfügung, darunter Potsdam, Hannover, Ingolstadt und Braunschweig. Der Ausbau ist allerdings an einige Kriterien gebunden: Da hierfür Tiefbaumaßnahmen und Hausverkabelung notwendig sind, müssen 80 Prozent der Immobilieneigentümer zustimmen, ihre Immobilie kostenfrei an das Glasfasernetz anschließen zu lassen, und 10 Prozent der Kunden müssen einen Vorvertrag für einen Glasfaseranschluss abschließen.

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06.09.2012
tk