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Kabelanbieter pleite

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Das Geschäft mit dem Kabelinternet boomt. Die Kabelanbieter konnten ihren Umsatz im vergangenen Jahr – im Gegensatz zu den Telekommunikationsunternehmen Telekom, O2 und Vodafone – deutlich steigern. Doch nicht alle Kabelanbieter haben profitiert. Am 15. Dezember wurde auf dem Amtsgericht Mülheim der Beschluss gefasst, das Unternehmen „Kabel-TV-Service-Gesellschaft für Breitband“ für insolvent zu erklären. Mehr als 3.000 Kunden sind davon betroffen, die Versorgung bleibt jedoch weiterhin gewährleistet.

Der bestellte Insolvenzverwalter Axel Schwentker prüft derzeit eine Nachfolgelösung. Interessant wird es allerdings bei der Verbraucherzentrale, bei der sich nun mehrere ehemalige Kunden des Anbieters melden. Diese hatten vom Insolvenzverwalter Mahnschreiben erhalten, obwohl sie schon lange zuvor bei dem Anbieter gekündigt hatten.

Niemand scheint wirklich Näheres über diese Firma zu wissen. Laut Christiane Lersch von der Mülheimer Verbraucherzentrale war das Unternehmen bisher unauffällig. Kurios sei allerdings, dass unter der Adresse der Firmenzentrale mehrere Firmen strukturiert seien. Darunter ein Internet-Gartencenter, ein Internetversand für Erotikartikel und ein Onlineshop für Druckerzubehör.

Die „Kabel-TV-Service-Gesellschaft für Breitband“ ist nicht der erste Kabelbetreiber, der Insolvenz anmeldet. Im Jahr 2010 meldete der Betreiber primacom sich ebenfalls insolvent, nachdem für die ausstehenden Kreditforderungen keine Kompromisslösung mehr gefunden werden konnte. Der Anbieter war überwiegend in Ostdeutschland tätig.

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08.02.2012
tk