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Klimaerwärmung ermöglicht Datenkabel durch die Arktis

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Die Klimaerwärmung ist nach aktuellen Erkenntnissen über die Eisschmelze an den Polen wieder in aller Munde. Wie neue Auswertungen von Satellitendaten zeigen, schmilzt die Arktis schneller dahin als gedacht. Doch anstatt sich Gedanken über die Erderwärmung und den Klimawandel zu machen, wird nun geplant, auf dem Meeresgrund der Arktis zwei dicke Datenkabel zu verlegen.

Douglas Cunningham, ein Geschäftsmann aus Toronto, arbeitet mit seinem Team am Projekt „Arctic Fibre“. Dabei handelt es sich um eine 15.600 Kilometer lange Glasfaserleitung, die von Tokio durch die Nordwestpassage über Neufundland nach London führt. Laut Ozeanograf Rüdiger Gerdes sei dies erst aufgrund der geringen Eismengen möglich geworden. Die Kabel liegen nicht direkt über dem Nordpol, sondern vor den Nordküsten der angrenzenden Kontinente. Die Eisbedeckung wäre ein besonderer Vorteil, da die Schifffahrt und der Fischfang die Kabel nicht beschädigen können.

Verlegt werden die Kabel mithilfe von Eisbrechern. Diese können das mittlerweile sehr dünne Eis durchbrechen und die Kabel in den Sommermonaten August und September verlegen. Interesse an dem Arktis-Kabel hat aber nicht nur der Betreiber des „Arctic Fibre“, sondern auch die Börsen. Allerdings hat Douglas Cunningham bereits Konkurrenz bekommen: In Alaska wird derzeit das „Arctic-Link“-Kabel entworfen, das ebenfalls von Japan über Grönland nach London führen soll.

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20.04.2012
tk