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LTE-Ausbau in Grenzgebieten verzögert

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Bei der Vergabe der LTE-Frequenzen durch die Bundesnetzagentur waren alle großen Mobilfunkanbieter mit von der Partie. Voraussetzung für den Ausbau des LTE-Netzes war, dass die unterversorgten Gebiete Deutschlands, überwiegend in ländlichen Gegenden, vorrangig ausgebaut werden. In sieben Bundesländern ist es den Anbietern inzwischen gelungen, dies zu verwirklichen. Dort kann nun mit dem Ausbau der LTE-Netze in den Städten begonnen werden.

Für ländliche Gegenden in Grenzgebieten ist das schnelle Internet allerdings noch weit entfernt. In den an Luxemburg und Belgien angrenzenden Gebieten beispielsweise werden die LTE-Frequenzen für das Fernsehprogramm genutzt. Daher muss beim LTE-Grenzausbau ein Abstand von 30 Kilometern eingehalten werden, um Störungen zu vermeiden.

Die Bundesnetzagentur ist derzeit damit befasst, Vereinbarungen mit den angrenzenden Ländern zu treffen, die einen Ausbau der Grenzgebiete ermöglichen sollen. Ein betroffener Ort ist unter anderem Kehl. Dort wird jetzt über Alternativen nachgedacht, um trotzdem schnelles Internet verfügbar zu machen. Eine Option wäre die Verlegung von Leerrohren, um die Haushalte über Glasfaserkabel zu versorgen. Aber auch dafür müsste erst einmal ein Anbieter gefunden werden, der diese Investition auf sich nimmt. Die Kosten dafür betragen rund 250.000 Euro, 50.000 davon werden durch Fördermittel abgedeckt.

Bleibt für Kehl und andere Grenzstädte nur zu hoffen, dass sich die Bundesnetzagentur schnell mit den angrenzenden Ländern einigt und in Grenznähe LTE-Maste aufgestellt werden dürfen.

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16.01.2012
tk