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Nokia Siemens Networks verzichtet auf Breitband-Sparte

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Wie seit langem angekündigt, trennt sich das Unternehmen Nokia Siemens Networks nun von seiner kompletten Breitband-Sparte. Der Geschäftsbereich wird vollständig an das US-Unternehmen Adtran verkauft – mitinbegriffen sind Mitarbeiter, Patente, Technik und Kundenstamm. Über den Preis ist bisher nichts bekannt, beide Parteien bewahren diesbezüglich Stillschweigen. Die Transaktion soll bis Ende April 2012 abgeschlossen sein. Bei Nokia Siemens Networks kriselt es gewaltig, bereits einen Monat zuvor hatte das Unternehmen seinen WinMax-Business-Bereich inklusive der Angestellten an NewNet Communication Technologies verkauft.

Das Portfolio der Kooperation von Siemens und Nokia Corp. verkleinert sich dadurch und konzentriert sich auf das Geschäft mit Hardware und den Bau von Breitband-Infrastruktur für mobile Geräte und Glasfasernetze. Bei dieser Umstrukturierung gibt Nokia Siemens Networks aber nicht nur Geschäftsbereiche auf, auch Arbeitsplätze werden gestrichen beziehungsweise „verkauft“. Insgesamt sind weltweit 17.000 Arbeitsplätze davon betroffen – Tausende davon in Deutschland.

Die Kooperation zwischen den beiden Unternehmen soll noch bis 2013 andauern. Dennoch betrachten die IG Metall und andere Branchenbeobachter die Einschränkung des Portfolios eher kritisch. Auch die Siemens-Belegschaftsaktionäre melden sich zu Wort und fordern nun klare Ansagen zu den Spar- und Umbaumaßnahmen. Siemens vermutet hinter der schlechten Lage von Nokia Network Siemens schwere Managementfehler und Misswirtschaft.

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27.12.2011
tk